Werkzeuge und einfache Materialien, die Sie benötigen
Bevor Sie mit der Identifizierung Ihres Hartholzbodens beginnen, besorgen Sie sich ein paar preiswerte Dinge: eine helle Taschenlampe (oder Handy-Taschenlampe), eine 10–20-fache Juwelierlupe oder Lupe, ein kleines Universalmesser oder Rasiermesser (zum vorsichtigen Anheben einer Naht), feines Schleifpapier (Körnung 120–220) für einen winzigen Testkratzer, einen dünnen Schraubenzieher oder Spachtel und eine Digitalwaage oder ein Lineal, wenn Sie die Dielendicke messen möchten. Damit können Sie die Maserung, Kantenprofile und die Oberfläche prüfen, ohne zu raten.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Identifizierung Ihres Bodens (praktisch, schadensarm)
1. Beginnen Sie mit einer visuellen Umfrage
Gehen Sie bei Tageslicht und mit der Taschenlampe im flachen Winkel über die Dielen (Streiflicht) durch den Raum. Achten Sie auf Maserungsmuster (gerade, wellig, Kathedralenbögen), markante Jahresringe, Markstrahlen (Flecken) und Farbunterschiede zwischen den Dielen. Beachten Sie, ob es sich bei den Brettern um schmale (2–3 Zoll typisches älteres Hartholz) oder um breite Dielen (4 Zoll üblich bei modernen Installationen/Renovierungsinstallationen) handelt.
2. Untersuchen Sie den Rand und die Unterseite
Hebeln Sie vorsichtig eine Leiste hoch oder heben Sie eine Schwelle mit einem Spachtelmesser an, um die Dielenkante oder die Unterseite des Bodens zu sehen, wo die Diele auf eine Wand trifft. Massiv gesägte Dielen bestehen in der Regel in der gesamten Dicke aus dem gleichen Material; Fertigparkett weist deutliche Schichten auf (ein dünnes Hartholzfurnier über Sperrholz oder HDF). Beachten Sie das Vorhandensein von bearbeiteten Nut- und Federkanten und die Dicke der Nutzschicht.
3. Machen Sie einen kleinen Abschlusstest
An einer unauffälligen Stelle (in einem Schrank oder unter einem Kleiderschrank) schleifen Sie eine Fläche von ca. 1/2 Zoll leicht mit feinem Schleifpapier ab, bis die Oberfläche entfernt ist. Massivholz zeigt über die gesamte Dicke hinweg eine einheitliche Farbe (Kernholz/Splintholz); Holzwerkstoff zeigt eine dünne Deckschicht (1–6 mm) mit unterschiedlichem Material darunter. Dadurch wird auch die wahre Farbe des Holzes vor dem Beizen/Finish sichtbar.
4. Maserung, Poren und Strahlen genau prüfen
Benutze die Lupe. Offenkörnige Arten (Eiche, Esche) weisen große, sichtbare Poren und oft Markstrahlen auf – winzige bandartige Flocken, die in Viertelschnitteiche sichtbar sind. Feinkörnige Arten (Ahorn, Kirsche) haben enge, kaum sichtbare Poren und ein glatteres Aussehen. Walnuss hat typischerweise eine offenere, seidigere Maserung mit dunklerem Kernholz; Hickory weist einen dramatischen Farbkontrast zwischen Splintholz und Kernholz auf.
5. Verwenden Sie Härte- und Gefühlshinweise (vorsichtig)
Wenn dies sicher ist, drücken Sie einen Fingernagel oder ein kleines Metallwerkzeug leicht in eine verdeckte Kante – Weichhölzer (Kiefer) verbeulen leicht; Harthölzer widerstehen. Versuchen Sie für eine nicht-invasive Schätzung, nach dem Schleifen einen Münzkratzer an einer nicht sichtbaren Stelle vorzunehmen; Härtere Hölzer wie Ahorn oder Hickory weisen viel weniger Markierungen auf als Kiefer oder Kirsche. Vermeiden Sie aggressive Tests, die Ihrem Boden schaden.
Wie man Kunstharz von massivem Hartholz unterscheidet
Hartholzwerkstoffe werden mit einem dünnen Hartholzfurnier hergestellt, das auf einen mehrschichtigen Sperrholz-, HDF- oder Weichholzkern geklebt ist. Dies lässt sich anhand eines Dielenquerschnitts erkennen (unter der Leiste oder an einem freiliegenden Ende): Achten Sie auf abwechselnde Schichten oder eine dünne Deckschicht. Massives Hartholz besteht durchgehend aus einem einzigen Stück Holz und kann in der Regel mehrmals geschliffen und nachbearbeitet werden. Entscheidend ist die Stärke der Nutzschicht (Deckfurnier): Bei weniger als ~3 mm ist das Verfeinerungspotenzial begrenzt; 4–6 mm ermöglichen 1–2 Nacharbeiten; >6mm ist ähnlich wie Massivholz.
Häufige Arten, Tipps zur schnellen Identifizierung und Janka-Härte (praktische Tabelle)
Nachfolgend finden Sie eine kompakte Referenz, die die häufigsten heimischen und beliebtesten exotischen Arten abdeckt, mit Identifizierungshinweisen und ungefährer Janka-Härte, um Ihnen bei der Beurteilung der Haltbarkeit zu helfen. Verwenden Sie dies für Ihre Lupenbeobachtungen.
| Arten | Aussehen / Maserung | Typische Farbe | Ca. Janka (lbs) | ID-Tipps |
| Rote Eiche | Offene Maserung, Kathedralenmuster, Markstrahlen sichtbar beim Viertelsägen | Hellbraun bis rotbraun | 1290 | Große Poren; Strahlen im Viertel gesägt. |
| Weiße Eiche | Festere, geradere Maserung als Roteiche; Strahlen sichtbar | Hellbraun bis braun | 1360 | Etwas dichter; Verwendung im Freien und in Weinfässern. |
| Ahorn (Zucker) | Sehr feine, dichte Körnung; glattes Aussehen | Cremeweiß bis hellbraun | 1450 | Hart, beständig gegen Beulen; kaum sichtbare Poren. |
| Walnuss | Gerader bis welliger Faserverlauf; satte, tiefe Töne | Schokoladenbraun bis violettbraun | 1010 | Dunkleres Kernholz; oft unbefleckt verwendet. |
| Hickory / Pekannuss | Sehr ausgeprägter Korn- und Farbkontrast | Cremiges Splintholz mit dunkleren Streifen | 1820 (Hickoryholz) | Starke Farbvariation; sehr hart. |
| Kirsche | Feine, seidige Maserung; glatte, subtile Figur | Rotbraun, das mit zunehmendem Alter dunkler wird | 995 | Wird mit der Zeit dunkler; weicher als Eiche/Ahorn. |
| Kiefer (Nadelholz) | Breite, ausgeprägte Jahresringe; Knoten häufig | Blassgelb bis bernsteinfarben | 380–870 (variiert) | Weich, verbeult leicht; Wird oft für rustikale Böden verwendet. |
| Exoten (z. B. Jatoba / Teak) | Dichtes, verflochtenes Korn; oft satte Rot- oder Goldtöne | Tiefrot, braun oder golden | 2000 (variiert stark) | Sehr hart und dicht; Wird oft aus Gründen der Haltbarkeit verwendet. |
Visuelle Hinweise, die nur für bestimmte Wälder gelten (kurze Anleitung)
- Markstrahlen und Flecken: Markenzeichen von Eiche (besonders viertelgesägte Weißeiche).
- Gleichmäßige, fast glasige Oberfläche mit kaum sichtbaren Poren: wahrscheinlich Ahorn oder Birke.
- Kräftige Farbstreifen im Wechsel von Hell und Dunkel: Hickory/Pekannuss.
- Sehr dunkle, kräftig gefärbte Dielen mit gerader Maserung: oft Walnuss oder einige Exoten.
Wenn die Identifizierung nicht eindeutig ist: professionelle Kontrollen und Labortests
Wenn Sie eine Nachbearbeitung, einen Wiederverkauf, eine Versicherung oder passende Ersatzdielen vorbereiten und die Holzart nicht sicher identifizieren können, kann ein Fachmann für Parkettböden oder ein Sägewerkslabor eine kleine Probe entnehmen und die Holzart bestätigen (visuelle mikroskopische Analyse). Profis können die Dicke der Verschleißschicht auch mit speziellen Messschiebern messen und den technischen Schichtaufbau ohne zerstörerischen Abtrag bestätigen.
Pflege- und Reparaturanleitung durch gemeinsame Gruppen
Harte, dichte Arten (Ahorn, Hickory, Exoten)
Diese vertragen den Verkehr gut, sind aber aufgrund der Dichte möglicherweise schwieriger gleichmäßig zu schleifen – verwenden Sie Schleifmaschinen mit aggressiven Schleifmitteln und beauftragen Sie erfahrene Lackierer. Erwarten Sie weniger sichtbare Dellen; Die Reparaturintervalle sind lang.
Offenfaserige Holzarten (Eiche, Esche)
Offene Poren zeigen Schmutz leichter; Denken Sie beim Nacharbeiten daran, die Poren zu füllen, um ein glattes Finish zu erzielen. Eiche verträgt Flecken und ist für Reparaturen weit verbreitet.
Weichere Hölzer (Kiefer, Kirsche)
Erwarten Sie Dellen und Zeichenspuren; Diese Arten werden oft wegen ihres Aussehens und nicht wegen ihrer maximalen Haltbarkeit ausgewählt. Verwenden Sie Schutzpolster und ziehen Sie Öllacke in Betracht, die Dellen besser verbergen.
Schnelle Fehlerbehebung: passende Ersatzdielen
Denken Sie beim Anpassen von Ersatzdielen daran, dass Alter, Flecken, UV-Einstrahlung und Schleiftiefe die sichtbare Farbe der Diele verändern. Bringen Sie nach Möglichkeit ein Musterbrett (unter einer Schrankschwelle oder einer Leiste) zum Lieferanten. Passen Sie bei Fertigböden sowohl die Holzart als auch die Dicke der Nutzschicht an. Wenn eine exakte Übereinstimmung nicht möglich ist, planen Sie, den gesamten Boden zu überarbeiten, um eine einheitliche Oberfläche zu erreichen.
Abschließende Checkliste vor der Nachbearbeitung oder Reparatur
- Bestätigen Sie den Vergleich zwischen massiv und konstruiert, indem Sie eine Kante oder eine Unterformung prüfen.
- Identifizieren Sie die Arten (verwenden Sie die Tabelle und die Maserung), damit Sie kompatible Beizen/Oberflächen auswählen können.
- Messen Sie die Dicke der Nutzschicht auf Holzwerkstoffplatten, um zu wissen, wie viele Schleifgänge möglich sind.
- Entnehmen Sie im Zweifelsfall eine kleine Probe und wenden Sie sich zur mikroskopischen Identifizierung an einen Fachmann.
Um die Art und die Konstruktion Ihres Hartholzbodens zu bestimmen, ist eine sorgfältige Beobachtung wichtiger als nur Vermutungen: Verwenden Sie ein Streiflicht, eine Lupe und einen kleinen, reversiblen Oberflächentest. Der Lohn sind besser abgestimmte Reparaturen, korrekte Nachbearbeitungsansätze und ein langlebigerer Boden.
















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